Mein Name ist Verena Freund. Ich bin Lehramtsstudentin an der
Johannes Gutenberg-Universität in Mainz und bin mit dem Thema Behinderung groß
geworden: Meine Cousine ist seit der Geburt geistig und körperlich behindert.
Ich habe durch sie mitbekommen, wie es ist, wegen einer Behinderung ausgegrenzt
zu werden.
Anfang des Jahres 2015 habe ich mir überlegt: Wie kann ich persönlich die Jüngsten unserer Gesellschaft für das Thema Inklusion sensibilisieren? Der Begriff "Inklusion" ist mittlerweile in aller Munde. Aber wie kann man sie umsetzen? Ich bin der Meinung, dass Inklusion nicht erst in der Politik, sondern im Kopf und im Handeln jedes Einzelnen von uns beginnen muss.
Anfang des Jahres 2015 habe ich mir überlegt: Wie kann ich persönlich die Jüngsten unserer Gesellschaft für das Thema Inklusion sensibilisieren? Der Begriff "Inklusion" ist mittlerweile in aller Munde. Aber wie kann man sie umsetzen? Ich bin der Meinung, dass Inklusion nicht erst in der Politik, sondern im Kopf und im Handeln jedes Einzelnen von uns beginnen muss.
Also habe ich im Frühjahr 2015 einen Malwettbewerb ins Leben gerufen,
der unter dem Motto "Begegnung" steht, angelehnt an
das von der Aktion
Mensch ausgerufene Jahr der Begegnungen.
Jeder, der Lust dazu hatte, konnte sich kreativ mit Begegnungen von Menschen mit und ohne Behinderung auseinandersetzen und versuchen, die eigenen Gefühle in ein Bild zu packen: Wer wagt den ersten Schritt auf den anderen zu? Wie fühlt ihr euch bei dieser Begegnung? Seid ihr eingeschüchtert, kommt es euch merkwürdig vor oder seid ihr ganz mutig?

Die eingereichten Bilder wurden am 18.07.2015
im DRK-Seniorentreff "Oase" in
Mainz ausgestellt und in der Allgemeinen Zeitung Mainz sowie
auf der Projekthomepage (http://florentia4kids.blogspot.de)
und der dazugehörigen Facebook-Seite
veröffentlicht.
Der Malwettbewerb ist an eine von mir verfasste Geschichte namens Florentia (erscheint im Frühjahr 2016 unter dem Titel "Im Rollstuhl nach Florenz. Oder: Wie wir die Mona Lisa zum Lächeln brachten") angelehnt, in der es um ein 13jähriges Mädchen names Sophie geht, das seit der
Geburt im Rollstuhl sitzt. Gemeinsam mit Großvater Karl und Cousine Marieke
erlebt Sophie ein unvergessliches Abenteuer: eine Zeitreise zu Leonardo da
Vinci! Der berühmte Künstler interessiert sich brennend für die drei Gäste aus
dem Jahr 2014 und besonders für Sophies Körperbehinderung. Diese Geschichte
soll zum Nachdenken anregen und junge Leser/innen spielerisch mit dem Thema
Behinderung / Inklusion konfrontieren.

Die Teilnehmer/innen des Malwettbewerbs konnten, neben der Veröffentlichung
ihrer Bilder, verschiedene Sachpreise gewinnen.
Der Wettbewerb sollte möglichst viele Kinder erreichen. Für mich als Einzelperson war aber sehr schwierig, das
Projekt alleine durchzuboxen und potentielle Maler/innen in verschiedenen
Bundesländern zu mobilisieren! Bei der Durchsetzung meines Projektes bin ich schon über einige Hürden
gestolpert: Man wird als Einzelperson nicht wirklich ernst genommen; viele
Leute fragen sich: Warum macht die das überhaupt?
Meine Antwort lautet: Weil mir dieses Thema unglaublich wichtig ist und am
Herzen liegt.
Wer mehr über mich als Person erfahren möchte, dem empfehle ich das "So tickt ... Verena
Freund"-Interview der Seite "Reha-Care" oder die Seite "Über mich" in diesem Blog.